Gesunde Ernährung und Brot - passt das zusammen?

Brot ist für viele Menschen aus der Ernährung kaum wegzudenken, gilt aber nicht unbedingt als gesund. Ob das wirklich stimmt und was du beachten solltest liest du hier...

Cynthia Paar
Cynthia Paar
10. September 2026
Gesunde Ernährung und Brot - passt das zusammen?
Wahrscheinlich weißt du schon, dass Brot nicht unbedingt gut für die Gesundheit ist. Der Grund ist vor allem, dass viele Brotsorten eine große Menge leicht verdauliche Kohlenhydrate enthalten. Diese lassen den Blutzuckerspiegel schneller und stärker ansteigen als komplexe Kohlenhydrate. Sie machen nur kurz satt und man bekommt schnell wieder Hunger oder sogar Heißhunger. Außerdem enthalten viele Brote wenig Ballaststoffe und industriell gefertigte Brote haben zudem oft viele Füllstoffe, sowie Hilfs- und Zusatzstoffe. 

Deshalb gebe ich dir hier ein paar Tipps, worauf du beim Brot achten achten kannst, damit du eine möglichst gesunde Variante wählst:

1. Vollkornvariante wählen
Vollkornprodukte sind gesünder als solche aus stark ausgemahlenem Mehl. Denn sie enthalten mehr Ballaststoffe und außerdem mehr Vitamine und Mineralstoffe und außerdem etwas mehr Protein.
Viele denken bei Vollkornbrot direkt an diese eher dunklen Brote mit ganzen oder nur grob geschroteten Körnern. Das Problem dabei ist, dass sie nicht jedem schmecken und für manche Menschen zudem schwer verdaulich sind. Es gibt aber auch Brote mit sehr fein geschrotetem Vollkorn und diese sind oft heller und besser bekömmlich. Ein Beispiel ist das Graham-Brot. Du kannst dich natürlich auch beim Bäcker deines Vertrauens beraten lassen.

2. Sauerteigbrot bevorzugen
Bei der traditionellen Reifung von Sauerteig wird ein Teil der Stärke bereits von Mikroorganismen "vorverdaut". Das macht das Brot nicht nur haltbarer sondern auch besser bekömmlich als Hefe-Brot. Dabei ist es wichtig dass der Teig eine längere Reifezeit hat. Industriell hergestelltes Brot hat aber oft Zusatzstoffe oder das Mehl ist vorbehandelt, um eine schnellere Reifung zu erzielen. Diese sind dann natürlich nicht so gesund. Leider bekommen mittlerweile viele Bäckereien, vor allem die großen Ketten, ihre Teiglinge geliefert und die sind dann auch industriell gefertigt. Es lohnt sich also gezielt nach Handwerksbäckern zu suchen, die ihre Teige noch selber herstellen.

3. Beim Selberbacken Mehl hoher Typenzahl verwenden
Hast du dich schon mal gefragt, was genau die Typenzahl auf dem Mehl bedeutet? Sie steht für den Ausmahlungsgrad des Mehls, also wie vollwertig es ist. Dabei gilt, je höher die Typenzahl, desto vollwertiger ist das Mehl. Vollkornmehl hat keine Typenzahl, da dort sowieso das ganze Korn verwendet wird. Wenn man für manche Brotsorten oder andere Backwaren kein Vollkornmehl nehmen möchte, kann man aber zum Beispiel je nach Verwendung ein 630er oder besser noch 1050er Mehl verwenden. Man sollte dann aber etwas zusätzliche Zeit zum Gehen dazugeben, weil die Teige etwas „schwerer“ sind.  

4. Resistente Stärke
Vielleicht hast du schon einmal den Begriff „resistente Stärke“ gehört. Dabei handelt es sich um einen Ballaststoff, der gute Darmbakterien und damit die Gesundheit fördern kann. Außerdem hält sie länger satt, hält den Blutzuckerspiegel stabil und kann so beim Abnehmen helfen. 
Resistente Stärke wird gebildet, wenn man kohlenhydratreiche Lebensmittel wie Nudeln, Kartoffeln oder Reis nach dem Kochen 12-24 Stunden kühlstellt. Auch beim Brot wird resistente Stärke gebildet, wenn man es nach dem Kauf oder Backen 12-24 Stunden kühl stellt, am besten im Kühlschrank. Der Effekt ist zwar nicht so ausgeprägt wie bei Kartoffeln, Nudeln oder Reis, kann aber dennoch dazu beitragen, den Ballaststoffgehalt im Brot zu erhöhen. Du kannst das Brot dann auch toasten oder aufbacken, die resistente Stärke bleibt dabei größtenteils erhalten.  

5. Auf den Belag achten
Damit ein belegtes Brot zu einer durchaus gesunden Mahlzeit wird, spielt der Belag natürlich eine ebenso große Rolle wie das Brot. Achte darauf dass der Belag möglichst gesunde Proteine und Fette enthält. Eine gute Wahl sind zum Beispiel Hummus, Hüttenkäse, Avocadocreme, fettarme Käsesorten oder Ei. Für mehr gesunde Inhaltsstoffe am besten mit Gemüse oder Obst kombinieren, zum Beispiel Gurken, Tomaten, Radieschen oder Avocado in Scheiben. Auch Sprossen schmecken gut dazu. Für den süßen Hunger ist ungesüßtes Nussmus eine gute Wahl. Es lässt sich auch hervorragend mit Obst, zum Beispiel Beeren oder Bananenscheiben kombinieren.   

Cynthia Paar
Über den CoachCynthia Paar

Mein Name ist Cynthia Paar und ich bin Heilpraktikerin und Ernährungscoach. Als dein Coach begleite ich dich bei deiner Ernährungsumstellung und dem Erreichen deiner persönlichen Gesundheitsziele ganz individuell. Denn deine Ernährung muss sich dir und deinen Lebensumständen anpassen und nicht umgekehrt. Wenn du Lust hast mich und das Angebot von Foodiary näher kennenzulernen, sichere dir jetzt deinen Termin für ein kostenloses und unverbindliches Erstgespräch. Ich freue mich auf dich!